Archiv für August 2011

Hach, Cornelius!


„Hach, Cornelius!“ auf lichterkarussell.net

Hach, Cornelius!

Hach, Cornelius, altes Haus! Kannst du dir das vorstellen? Gerade las ich im Blog meines überaus wertgeschätzen Bloggerkollegen und Freundes vom Lichterkarussel einen Brief an dich, in dem dein Abschied auf eine Art und Weise bedauert wurde. Mich hat dieser Brief zum Nachdenken angeregt und ich danke dem Autoren bereits jetzt, dass er ihn geschrieben hat. Er gibt mir die Möglichkeit, meine Gedanken zu ordnen, die ich schon seit langem in Worte kleiden wollte.
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Links der Woche #12

Hallo ihr Verrückten,

solltet ihr es mit Braun-Weiß halten, dann seid ihr sicher berauscht ob des sportlichen Erfolgs und der Hoffnung, dass diese Saison erfolgreicher verläuft als jene nach dem letzten Bundesligaabstieg. Hat Spaß gemacht gegen Aachen und vor allem der Auswärtssieg in Bochum konnte entzücken. By the way, Bochum. Ich mag die Stadt. Ich war früher öfter mal dort und hab‘ irgendwann in den 90ern auch mal Bochum gegen Schalke im Ruhrstadion gesehen. Hahaha, das war ein Spaß. So ganz anders als St. Pauli, aber wenn man wie ich diesen Ruhrpott-Style doch irgendwie mag, dann konnte man dem durchaus was abgewinnen. Die Leute, die wir getroffen haben, waren typisch und einfach irgendwie nett. Die Mädchen eher dem Style “billig” verfallen und Bochums Ultras ein Totalausfall. Ich checke nicht, was an denen interessant sein soll, aber vielleicht lerne ich ja irgendwann mal die korrekten Leute dort kennen. Parolen wie “Fußball ist kein Fotzensport” und ständiges Gewimmer gegen Sankt Pauli haben sie mir jedenfalls nicht sympathischer gemacht.
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Old School Griechenland

Nun, nennt mich ruhig nostalgisch, aber ich stehe total auf Bilder aus früheren Zeiten, in denen meiner Wahrnehmung nach tatsächlich alles noch ein wenig „realer“ war als heute. Wobei natürlich auch da viel verklärt wird. Die Welt dreht sich nun mal weiter – und das ist auch gut so. Technischer Fortschritt, Veränderungen in Gesellschaft, Kultur, Mode. Das ist alles völlig natürlich. Trotzdem, schaue ich mir die Fußballfans in Deutschland (auch uns!) heute an, die (wenn überhaupt kuttentragenden) Spießbürger, die Ultras, die vielerort diese Spießigkeit in gewissem Sinne noch überbieten, die gemainstreamten Gruppen in brandneuen Sneakern, schwarzen Casual-Regenjacken und Bauchtasche mit Smartphone, dann möchte ich unweigerlich ein paar Bilder früherer Dekaden daneben legen und mich in eine andere Welt träumen.

Hier sind ein paar Schnappschüsse von verschiedenen Fanszenen in Griechenland aus der Vergangenheit. Fühlt ihr den Spirit? Die Mischung aus Liebe, Suche nach Action, Rebellion, Drogen, Gewalt, Freaktum, Kopie von anderen Subkulturen und Anhimmeln der eigenen Farben? Das Brechen aller Konventionen und den Wunsch, aus einer starren Gesellschaft auszubrechen, die alle Menschen für die kapitalistische Verwertungslogik gleichschalten möchte. Nicht zu vergessen die ganze Scheiße, die sicher auch lief damals. Die Bilder sind ein Blick in die Kurven, wie sie mal waren, in einer Zeit, in der Fernsehen und Markt den Fußball noch nicht gezähmt und zur Melkkuh dressiert hatten.

Ihr werdet Bilder von Auswärtsfahrten sehen, die so schon lange nicht mehr möglich sind. 5000 Aektzides im Toumba in Thessaloniki. Verdrogte Busse auf den Autobahnen, das alte Stadion von AEK in Nea Filadelfia mit dem Skepasti. Die „guten alten Zeiten“, als AEK noch nicht im Olympiastadion spielen musste. Gruppenfotos von verrückten Typen, Auseinandersetzungen, bei denen am Ende nicht von drakonischen Strafen und mehr Polizei fabuliert wurde. Ich hoffe, jemand erfindet bald mal diese Zeitmaschine und ich kann endlich in den 80ern mit AEK nach Thessaloniki fahren, mich mit dem CUCS zum Spiel gegen Napoli aufmachen, mit Atalanta auswärtsfahren und die Fernsehpremiere von MacGyver sehen.

Achtung, wegen der vielen Bilder verlängert sich die Ladezeit sicher etwas.
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Links der Woche #11

Hallo liebe Leserinnen und Leser, Freunde der gepflegten Straßenrandale und Lebenlust, Interessierte an den tollen Dingen dieser Welt.

Viel ist schon wieder passiert, seitdem in den Ligen wieder der Ball rollt. Vieles über das man sich herrlich echauffieren, amüsieren und animieren lassen kann. Ein paar Dinger haben sich bei mir wieder angesammelt, obgleich eine gewisse Zeitnot nicht nur regelmäßige Updates, sondern auch ein genaueres Verfolgen dessen, was sich so abspielt, mitunter ein wenig schwierig macht.

“Was hat sich denn da wieder bei St. Pauli getan?” lautet mal wieder die das Abendland beherrschende Frage. Nun, alles überlagernd ist da wohl das Pokalaus in Trier zu nennen. So was nennt man Pokalfluch. Bis auf eine grandiose Pokalsaison kam da in den letzten Jahren leider nie was rum und ich vermute, St.Pauli ist mittlerweile so etwas wie das Traumlos für unterklassige Dorfvereine. Chemnitz, Aue, Cottbus, jetzt Trier. Eigentlich unglaublich, dass gestandene Profis es in einer Stunde nicht hinbekommen, ein Tor gegen so ein Team zu machen. Sehr schade, ich hätte wirklich Lust auf ein paar coole Pokalspiele gehabt.
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